Monday 6. February 2012

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Barmherzige Brüder in Österreich

Kompakter Überblick in 60 Sekunden

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Wappen der österr. Ordenprovinz zum
hl. Erzengel Michael

  
Geschichte


1605 wird in Österreich, in Feldsberg/Valtice, durch Fürst Karl I. von und zu Liechtenstein das erste Brüder-Hospital nördlich der Alpen gegründet – das Mutterhaus aller mitteleuropäischen Provinzen. Rasch entsteht durch viele Gründungen ein dichtes „Netzwerk der Hospitalität“, welches sich in seiner Blütezeit vom Baltikum bis nach Triest und von Westfalen bis ins Banat erstreckt.

Analog zu den politischen und historischen Umbrüchen in Europa ändern sich die Größe und die Arbeitsbedingungen der Provinz ständig. Heute gehören zur Provinz Österreich auch die so genannten Provinzdelegaturen Slowakei und Ungarn.


Unsere Spitäler und Pflegeeinrichtungen


In den zehn österreichischen Ordenswerken (Spitäler in Wien, Eisenstadt, Graz-Marschallgasse, Graz-Eggenberg, St. Veit/Glan, Salzburg und Linz; Johannes von Gott-Pflegezentrum in Kainbach bei Graz, Altenwohn- und Pflegeheim in Kritzendorf bei Wien, Kneipp-Gesundheitszentrum in Schärding und Pflegeakademie in Wien) arbeiten über 4.400 Personen in Voll- und Teilzeitbeschäftigung und betreuen jährlich mehr als 100.000 stationäre Patienten. Dies entspricht einer Leistung von über einer Million Pflegetagen.

Die Spitäler und Werke sind hochmodern, namhafte Wissenschafter arbeiten hier und es werden Spitzenleistungen in der Pflege und medizinischen Versorgung erbracht.


Hospitalität – Motivation für unsere Arbeit


„Hospitalität“ (Gastfreundschaft, Gastlichkeit – die gleiche Wortwurzel wie "Hospital"!) be­deutet, den Sendungsauftrag des Ordens, sein Apos­tolat für Kran­ke, Al­te, Behinderte und Benachtei­ligte in der Gesell­schaft aus­zuüben. Die Hospitalität beruht auf der dreifachen Wurzel des Christ-Seins: der Verkündigung, dem Got­tesdienst und der Praxis des Glaubens im täglichen Dienst.

Hospitalität zielt auf drei Arten von Hilfeleistungen ab: die Grund­bedürfnisse zu erfüllen (Nahrung, Kleidung usw.), psy­chosoziale und existenzielle Mängel (Krankheit etc.) so­wie ge­sellschaftliche Mängel (Vereinsa­mung etc.) zu lindern.

Der Mensch soll heil werden in der Beziehung zu sich selbst (psychisch und phy­sisch), zu anderen (sozial und wirtschaftlich) sowie zu Gott (religiös, gläubig und hoffnungs­voll).

Durch vielfältigste Ausprägungen der so genannten "Neuen Hospitalität" (Ambulanzen für Gehörlose, Armenambulanz für Mittellose, Drogentherapiestation, Palliativpflege etc.) und auch in Form von Kooperationen versuchen wir, auf die aktuellen gesundheitlichen und sozialen Bedürfnisse unserer Gesellschaft zu antworten.


„Gutes tun und es gut tun“

Noch heute ist das Motto des Ordensgründers, des hl. Johannes von Gott (1495-1550), „Gutes tun und es gut tun“ in unseren Ordenswerken die Richtschnur für all unser Handeln.


Kontakt

Die Ordensleitung, bzw. auch unsere Zentralverwaltung können Sie hier kontaktieren.

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