
Wappen der österr. Ordenprovinz zum
hl. Erzengel Michael
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Geschichte
1605 wird in Österreich, in Feldsberg/Valtice, durch Fürst Karl I. von
und zu Liechtenstein das erste Brüder-Hospital nördlich der Alpen
gegründet – das
Mutterhaus aller mitteleuropäischen Provinzen. Rasch
entsteht durch viele Gründungen ein dichtes
„Netzwerk der
Hospitalität“, welches sich in seiner Blütezeit vom Baltikum bis nach
Triest und von Westfalen bis ins Banat erstreckt.
Analog zu den politischen und historischen Umbrüchen in Europa ändern
sich die Größe und die Arbeitsbedingungen der Provinz ständig. Heute
gehören zur
Provinz Österreich auch die so genannten
Provinzdelegaturen
Slowakei und Ungarn.
Unsere Spitäler und Pflegeeinrichtungen
In den zehn österreichischen Ordenswerken (Spitäler in
Wien,
Eisenstadt,
Graz-Marschallgasse,
Graz-Eggenberg,
St. Veit/Glan,
Salzburg und
Linz;
Johannes von Gott-Pflegezentrum in Kainbach bei
Graz,
Altenwohn- und Pflegeheim in Kritzendorf bei Wien,
Kneipp-Gesundheitszentrum in Schärding und
Pflegeakademie in Wien) arbeiten über 4.400 Personen in
Voll- und Teilzeitbeschäftigung und betreuen jährlich mehr als 100.000
stationäre Patienten. Dies entspricht einer Leistung von über einer
Million Pflegetagen.
Die Spitäler und Werke sind hochmodern, namhafte Wissenschafter
arbeiten hier und es werden Spitzenleistungen in der
Pflege und
medizinischen Versorgung erbracht.
Hospitalität – Motivation für unsere Arbeit
„Hospitalität“ (Gastfreundschaft, Gastlichkeit – die gleiche Wortwurzel wie "Hospital"!) bedeutet, den Sendungsauftrag des Ordens, sein
Apostolat für Kranke, Alte, Behinderte und Benachteiligte in der
Gesellschaft auszuüben. Die Hospitalität beruht auf der dreifachen
Wurzel des Christ-Seins: der Verkündigung, dem Gottesdienst und der
Praxis des Glaubens im täglichen Dienst.
Hospitalität zielt auf drei Arten von Hilfeleistungen ab: die
Grundbedürfnisse zu erfüllen (Nahrung, Kleidung usw.), psychosoziale
und existenzielle Mängel (Krankheit etc.) sowie gesellschaftliche
Mängel (Vereinsamung etc.) zu lindern.
Der Mensch soll heil werden in der Beziehung zu sich selbst (psychisch
und physisch), zu anderen (sozial und wirtschaftlich) sowie zu Gott
(religiös, gläubig und hoffnungsvoll).
Durch vielfältigste Ausprägungen der so genannten "Neuen Hospitalität"
(Ambulanzen für Gehörlose, Armenambulanz für Mittellose,
Drogentherapiestation, Palliativpflege etc.) und auch in Form von
Kooperationen versuchen wir, auf die aktuellen gesundheitlichen und
sozialen Bedürfnisse unserer Gesellschaft zu antworten.
„Gutes tun und es gut tun“
Noch heute ist das Motto des Ordensgründers, des
hl. Johannes von Gott
(1495-1550), „Gutes tun und es gut tun“ in unseren Ordenswerken die
Richtschnur für all unser Handeln.
Kontakt
Die Ordensleitung, bzw. auch unsere Zentralverwaltung können Sie
hier kontaktieren.